Druckverfahren

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Full-Service Werbeagentur siriusmedia GmbH Leipzig Druckverfahren

Siebdruck
Der Siebdruck ist eine Drucktechnik, bei der die Farbe durch eine Druckform (Sieb) gepresst wird. Er zählt deshalb zu den Durchdruckverfahren. Im eigentlichen Sinne handelt es sich um eine Schablonentechnik. Die Schablone wird auf das zu bedruckende Material gelegt und mit Hilfe eines Rakelmessers mit Farbe bestrichen. Beim Druckvorgang dringt die Farbe durch die offenen Stellen auf den zu bedruckenden Artikel und bildet auf diesem das Druckmotiv ab. Im Siebdruck sind fast alle Stoffe bedruckbar, auch Glas, Blech, Shirts, was dieses Verfahren für Werbeartikel besonders interessant machte. Da hier gerasterte Farbtöne nicht so gut wiedergegeben werden, empfehlen sich Volltonfarben. Für jede Farbe benötigt man ein eigenes Sieb, deshalb ist der Siebdruck recht kostenintensiv, vor allem bei kleineren, mehrfarbigen Auflagen. Der Farbauftrag beim Siebdruck ist fünf- bis zehnmal dicker als bei anderen Druckverfahren - dadurch erzielt man im Siebdruck sehr leuchtende, kräftige Farben.

Tampondruck
Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren. Tiefdruck bedeutet, dass die druckenden und nicht druckenden Stellen der Druckform nicht auf einer Ebene liegen müssen. Man kann also auch konische, runde, nahezu beliebig geformte Gegenstände mit Hilfe dieses Verfahrens bedrucken. Grundlage ist das Druckklischee.

Das Druckklischee oder auch Klischeeplatte ist eine gehärtete und geschliffene Stahlplatte, in deren Oberfläche das zu druckende Druckbild auf photochemischem Weg geätzt wird. Auf dieses Klischee wird mittels eines Farbspachtels die jeweils aktuelle Farbschicht aufgetragen. Anschließend wird mit einem gehärteten Stahlmesser, der so genannten Rakel, die Oberfläche wieder gesäubert, wobei in den durch die Ätzung entstandenen Vertiefungen auf dem Klischee Farbe zurückbleibt. Nach dem Rakeln fährt der Drucktampon über das Druckklischee und entnimmt die dort in der Ätzung zurückgebliebene Farbe, um diese dann nach vorne auf das korrekt positionierte Werbemittel zu übertragen. Beim Übertragen wird der Silikon-Drucktampon auf das zu bedruckende Teil aufgepresst, wobei durch die Verformung des Tampons dieser die Form des zu bedruckenden Werbeartikels annimmt und dabei die zu übertragende Farbe auf ihm hinterlässt.

Im Tampondruckverfahren lassen sich sehr gut unebene oder stark gerundete Materialien (z.B. Kugelschreiber) veredeln.

Für Werbemittel aus Metall bietet sich die Gravur, heute fast immer die Lasergravur als dauerhafte und edle Werbeanbringungsart an.

Digitaldruck
Beim Digitaldruck werden vorhandene Text- oder Bildinformationen in digitaler Form direkt vom Computer über ein so genanntes RIP (Raster Image Prozessor), das die zu druckenden Daten in Rasterpunktinformationen umwandelt, an das Drucksystem gesendet, deswegen nennt man es auch "computer-to-print".

Der Computer steuert dabei direkt die digitale Druckmaschine. Übliche analoge Druckvorbereitung wie Film- oder Druckplattenherstellung entfallen, was Zeit- und Kostenersparnis, zumindest bei kleineren Auflagen, bedeutet. Unmittelbare Änderungen von Druck zu Druck und Druck nach benötigter Menge Bedarf (printing on demand) sind hierbei ebenfalls möglich.

Je nachdem, wie weit die Druckvorstufe digital durchgeführt wird, unterscheidet man beim Digitaldruck:
1. computer-to-film - hier geht die Digitalisierung nur bis zur Herstellung der Filme.
2. computer-to-plate - hier wird die Druckplatte schon digital erstellt, also ohne Druckfilm.
3. weder Film noch Platte sind hier nötig. Die digitalisierte Vorlage wird an die verbundene Druckmaschine gesendet und direkt auf Folien ausgeschossen, die je nach Farbauszug von der Maschine auf die jeweiligen Rollen gespannt werden.

Der weitere Druckvorgang verläuft dann jedoch oft im guten alten Offsetdruck, vor allem für große Auflagen ist das sinnvoll und bringt qualitative Vorteile. Kleinere Auflagen werden auch schon voll digital gedruckt: mit Tonerdruckmaschinen nach dem Prinzip von Farbkopierern.

Bestickung
Eine sehr hochwertige Form der Werbeanbringung auf textilen Werbemitteln ist die Bestickung. Dabei wird das Motiv, z.B. eine Logo über Stickmaschinen auf Polohemden oder Baseball-Caps aufgebracht. Die Kosten richten sich primär nach der Anzahl der benötigten Stiche.

Eine Bestickung ist extrem Waschbeständigkeit und weist so eine lange Haltbarkeit auf, da die einzelnen Fäden des Stickgarns nahezu nicht oder nur sehr langsam ausbleichen. So leuchten die Farben des Stickmotivs oft noch lange nachdem das Trägertextil schon verblichen oder verschlissen ist.

Beim Sticken ist die Anzahl der Farben durch die Anzahl der auf der Stickmaschine vorhandenen Stickmodule begrenzt. Oft wird mit 8-12 Farb-Stickmaschinen gearbeitet.

Transferdruck
Das Logo wird auf einen Bildträger aus Papier gedruckt und mit Hilfe einer Transferpresse auf den Werbeartikel übertragen. Diese Methode kommt vor allem bei der Bedruckung von Werbemitteln wie Textilien oder Regenschirmen zum Einsatz, wenn mehrere Farben auf den Werbeartikel gedruckt werden sollen. Mit Hilfe des Transferdruckverfahrens lassen sich auch feine Details auf grobe Textilen drucken.

Gravur
Unter Gravur versteht man generell das Einbringen eines Motivs in die Oberfläche metallischer Gegenstände. Je nach Gravurart erscheint das Motiv dann in der Oberflächenfarbe oder in der Farbe des Kernmaterials des Metalls. Bunte Gravuren sind demnach nur durch spätere Auslegung mit Farbe möglich, was aber selten zum Tragen kommt. Auch Holz und viele Kunststoffe, ja sogar Textilien wie Fleece, können graviert werden. Man unterscheidet die folgenden Verfahren:

Lasergravur
Die Lasergravur ist eine relativ neue aber heute fast ausschließlich eingesetzte Gravurmethode. Hier wird durch einen Laserstrahl die oberste Schicht des gravierten Materials des Werbeartikels punktgenau abgetragen, wodurch das Motiv die Farbe des Kernmaterials erhält. Lasergravuren zeichnen sich durch höchstmögliche Präzision bei der für Gravuren typischen hohen Beständigkeit aus.

Diamantgravur
Beim Diamantgravieren wird kein Material abgetragen, sondern "verdrängt". Durch den kontinuierlichen Druck des Diamanten auf das Material wird auch auf Wölbungen unkompliziert graviert. Die hohe Qualität und Stabilität der Gravur ist ein Vorteil der Diamantgravur. Die Diamantgravur eignet sich für feinere Motive. Die Gravur bleibt in der äußeren Ebene des Metalls, wodurch die Oberflächenfarbe erhalten bleibt. Durch verschiedene Gravurtechniken (z.B. Schraffur) lassen sich interessante Lichtbrechungseffekte erzielen. Auf weichen Materialen wie Aluminium sowie im Schmuckbereich wird die Diamantgravur am häufigsten eingesetzt.

Doming
Doming ist die Kombination eines Ausdrucks des Logos auf einem Aufkleber oder anderem Trägermaterial (Folie, Papier) und einem Epoxyharz, welches über den Ausdruck kommt. Das Harz ist klarsichtig und schützt das Druckmotiv. Es entsteht der optische Eindruck der Plastizität.

Flexodruck
Beim Flexodruck handelt es sich um ein Rollenrotationsverfahren, bei dem flexible Druckplatten (Klischees), die meist aus Fotopolymer bestehen, und niedrigpastöse Pigment-Druckfarben verwendet werden. Das Flexodruckwerk besitzt eine Rasterwalze, welche die Druckplatte einfärbt, einen Druckzylinder, auf dem die Druckplatte befestigt ist und einen Gegendruckzylinder, der den Bedruckstoff führt. Klischees werden heute mittels Lasergravur hergestellt. Im Werbeartikelbereich kommt der Flexodruck bei Folien für PE-Tragetaschen, Verpackungsfolien, Papierservietten, Papier-Taschentüchern u.ä. zum Einsatz. Für jede Druckfarbe ist ein Klischee erforderlich. Die Vorkosten für die Bedruckung von Werbeartikeln im Flexodruck multiplizieren sich mit der Anzahl der Druckfarben und sind stark abhängig von der Größe des Druckbilds.

Beflockung
Für die Beflockung von Textilien gibt es zwei Verfahren. Beim komplizierteren von beiden werden in einer Beflockungsmaschine Millionen kurzgeschnittener Fasern in einem elektrischen Feld auf den vorher mit Klebstoff versehenen Werbeartikel aufgebracht. Die Anbringung des Klebstoffs erfolgt entsprechend der Form des Motivs. Durch die elektrischen Feldlinien stehen alle Fasern senkrecht und ergeben eine samtähnliche Oberfläche, die durch den Klebstoff sehr strapazierfähig und abriebbeständig ist. Entsprechend der gewählten Faserlänge (0,5 - 1,0 - 2,0 mm oder mehr) und der Faserdicke kann eine samtweiche bis harte Oberfläche erzielt werden. Der Flock kann aus Baumwolle, Kunstseide, Polyamid, Polyester oder Acryl sein, wobei Polyamid (Nylon/Perlon) auf Grund seiner guten Eigenschaften das bevorzugt eingesetzte Material ist.

Beim zweiten Verfahren wird das Motiv mit Hilfe eines Plotters aus einer Folie geschnitten, welche mittels starkem Druck und großer Hitze auf das Werbemittel übertragen wird. Die Folie ist bereits fertig beflockt und auf der Rückseite mit einer Klebefläche versehen. Diese Variante ist besonders für kleine Werbeartikel Auflagen interessant.

Die Beflockung (oder der Flockdruck) eignet sich besonders für Beschriftungen, sowie zum Druck grafischer Motive mit einheitlichen Farbflächen, wie z.B. Logos.

Für den Druck von Farbverläufen oder Bildreproduktionen mit unterschiedlichen Farbnuancen ist dieses Verfahren nicht geeignet.

Flockdruck bietet eine gute Druckqualität, sowie eine hohe Waschbeständigkeit und ist schon ab kleinen Stückzahlen, z.B. auf T-Shirts, Trikots, Taschen o.a. möglich.

Prägedruck/Blindprägung
Mit Hilfe eines Prägestempels zum Beispiel aus Magnesium wird das Logo in den Werbeartikel gestanzt. Das Prägedruckverfahren wird hauptsächlich bei Werbemitteln aus Leder eingesetzt. Farbige Prägungen sind möglich aber selten nachgefragt. Die Farben hierfür müssen aus einer Standardfarbpalette gewählt werden. CI-Prägedruckfarben sind daher nur annähernd auf Werbeartikeln möglich. Nicht alle Lederarten eignen sich für dieses Verfahren. Um den Prägestempel herzustellen wird ein Druckfilm benötigt.

Druckvorlagen

Druckfilmerstellung
Während es bis vor wenigen Jahren üblich war, dass vom Kunden oder dessen Werbeagentur ein Druckfilm für die Bedruckung des Werbeartikels zur Verfügung gestellt wurde, ist es heute beinahe immer üblich, eine Druckdatei (z.B. per E-Mail) zur Verfügung zu stellen und die weitere Bearbeitung der Druckerei zu übertragen.

Druckdateiformate
Für Logos liefert eine vektorisierte Datei, z.B. ein EPS, das beste Druckergebnis. Für Fotomotive werden gängige Formate wie PDF/X3, TIF, JPG, PSD mit entsprechend hoher Bildauflösung verwendet. Dabei sollte die Bildauflösung bei Bild- oder Fotomotiven 300 ppi und bei Linien / Zeichnungen, so genannten Strichmotiven, mindestens 600, besser 1200 ppi betragen. Bildauflösungen von 72 ppi sind nur verwendbar, wenn sie ein Vielfaches der Endformatgröße aufweisen.